Führung: „Die Leute müssen das Gefühl haben, blöd sein zu dürfen“
Der Philosoph Manuel Scheidegger sagt: Dummheit wird unterschätzt. Ein Gespräch über Hoffnungen in KI, falsch verstandenen Scheiterkult – und den Sinn von „Meinungsfasten“.
Herr Scheidegger stellt die Frage, warum die Gesellschaft trotz des erhöhten Wissens immer schlechtere Entscheidungen trifft. Dabei unterscheidet er zwischen echter Dummheit und strategischer Inszenierung. Die Menschen verlangen immer mehr, um ihrer Intelligenz gegen das Wissen der Gesellschaft zu opponieren. Überdummheit ist eine Pose und Provokation, da die Personen sich selbst für klug halten.
Es handelt sich um einen Konflikt zwischen Intelligenz und Wissen, den manchen als Verdummung, andere als Verklugung betrachten. Die Strategie besteht darin, sich nicht bereit zu erklaren, dass man dumm gewesen sein könnte. Die Dialektik von Dummheit und Klugheit zeigt, dass ein übertrieben Selbstbewusstsein zu Dummheit führt, während eine offene Intelligenz klug werden kann. Der große Unterschied liegt darin, ob die Menschen bereit sind, ihre Sichtweisen zu erweitern.
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