Geldanlage: Kann eine 150 Jahre alte Grafik die Börsenkurse vorhersagen?
Aus dem Handelsblatt-Archiv: Eine Kurve aus dem 19. Jahrhundert sagt erstaunlich präzise die Entwicklung der Märkte voraus. Für 2026 empfiehlt sie, Aktien zu verkaufen. Wie verlässlich das wirklich ist.
Ein 150-jähriger Grafikvorschlag, der auf Astrologie basiert, soll Börsenkurse für die kommenden Jahre vorhersagen können. Hobbyanalysten weisen darauf hin, dass die Kurve Krisen wie den Crash 1929 und den Coronacrash 2020 präzise erfasst habe. Der Professor Andreas Hackethal erklärt, dass die Grafik das alte Bedürfnis der Marktteilnehmer widerspiegelt, langfristige Regelmäßigkeiten in Aktienbewegungen zu erkennen.
Jedoch beruhten die Annahmen der Grafik nicht auf ökonomischen Beweisen, sondern auf planetaren Konstellationen. Die genaue Herkunft der Grafik ist unklar, einige Quellen verweisen auf Samuel Bennet, der sie ursprünglich für Schweine- und Maispreisentwicklung vorhersagen wollte, während andere sie dem Mann George Tritch zuführen.
Trotz ihrer Präzision bei Vorhersagen wie dem Verkauf von Wertpapieren in den Jahren 1927, 1999, 2007 und 2019 wird die Grafik immer noch beachtet, weil sie in ihrer Zeit einige genaue Vorhersagen machte. Finanzblogger weisen darauf hin, dass die Grafik eine Präzision von 90 Prozent aufweisen. Laut Hackethal ist diese Präzision jedoch rein glücklicher Wahrscheinlichkeit, und nicht das Ergebnis echter Analyse.
Die Komplexität des Finanzmarktes bedeutet, dass keine Zyklus erkennbar sind. Die Anlegerstimmung und technologische Durchbrüche beeinflussen die Preisbewegungen. Die Grafik zeigt eine erstaunliche Präzision, aber Hackethal stellt fest, dass "Market Timing nicht funktioniert", da nur wenige Tage am Markt eine große Rendite entscheiden.
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- Investment: Can a 150-year-old chart predict stock market prices? handelsblatt.com