Kopf und Körper: Erschöpft trotz Pause: Kann eine Minute schon helfen?
Erschöpfung fühlt sich oft anders an als Müdigkeit – und lässt sich nicht einfach wegschlafen. Warum schon kurze Übungen im Alltag helfen können.
Kopf und Körper: Erschöpfung kann sich auf vielfältige Weisen zeigen und ist mehr als nur Müdigkeit, erklärt Physiotherapeutin Julia Wohlfarth. Eine einzige Minute kann möglicherweise nicht ausreichen, um sich zu erholen. Erschöpfung ist kein Diagnose, sondern ein Symptom, das jeder Mensch anders erlebt. Sie kann den Alltag stark einschränken und die Lebensqualität erheblich verringern.
Um sich wieder weniger erschöpft zu fühlen, sollte man zunächst herausfinden, was fehlt. Es ist wichtig, sich zu fragen: Wie unruhig fühlt der Körper oder wie abgeschaltet? Welche Gedanken drängen sich darauf? Wann tritt die Erschöpfung auf - morgens, abends oder nach dem Arbeitstag? Bei der Identifizierung der "Energiefresser" im eigenen Leben kann man versuchen, die Situationen anzupassen, um sie weniger erschöpfend zu machen, und nach Aktivitäten suchen, die einen erholt.
Julia Wohlfarth empfiehlt kurze Strategien, die "Ein-Minuten-Strategien" heissen, da sie einfach zu umsetzen sind. Beispiele sind eine einfache Bewegungsabfolge oder das Abklopfen von Armen, Beinen und Gesicht. Eine Minute kann einen Moment der Entlastung schaffen und ein Gefühl zurückgeben, selbst etwas zu bewirken. Dennoch ist selbsthilfe keine Alternative zur medizinischen Abklärung.
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