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Geldanlage: Kann eine 150 Jahre alte Grafik die Börsenkurse vorhersagen?

Aus dem Handelsblatt-Archiv: Eine Kurve aus dem 19. Jahrhundert sagt erstaunlich präzise die Entwicklung der Märkte voraus. Für 2026 empfiehlt sie, Aktien zu verkaufen. Wie verlässlich das wirklich ist.

Geldanlage: Kann eine 150 Jahre alte Grafik die Börsenkurse vorhersagen?

Eine 150 Jahre alte Grafik, die von den Börsenkursen 1870er Jahren bis ins Jahr 2026 voraussagen soll, hat viele Anleger fasziniert. Die Grafik zeigt zyklische Entwicklungen auf dem Finanzmarkt und gibt Empfehlungen für optimale Aktienkäufe. Sie wurde häufig auf falsche Vorhersagen zurückgeführt, was von Professor Andreas Hackethal, Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE, widerlegt wird.

Hackethal erklärt, dass die Grafik möglicherweise auf Vorhersagen des Schweinebauers Samuel Bennet oder dem Mann George Tritch basiert, die alle 150 Jahre später in ihrem genauen Inhalt verloren gegangen sind. Hackethal betont, dass die scheinbare Genauigkeit der Grafik eher auf glücklicher Wahrscheinlichkeit beruht. Er hebt hervor, dass Marktpreise zyklisch schwanken und von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, wie technologischen Durchbrüchen, Wetter oder sportlichen Großereignissen.

Allerdings ist es für Anleger unweigerlich unmöglich, Börsenentwicklungen langfristig vorherzusagen. Die Experten empfehlen, Risiken diversifiziert einzugehen und Rückschläge auszusitzen, anstatt wiederholt ein- und auszusteigen.

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