Zahlen zu Vergiftungen: Einige Hundert schwere Pilzvergiftungen pro Jahr
Beim Pilze sammeln ist Vorsicht geboten. Was wirkt wie ein Speisepilz, kann auch mal ein giftiger sein – der nur ähnlich aussieht. Wie viele Menschen sich vergiften, ist nicht ganz leicht zu erfassen.
Jährlich fallen in Deutschland etwa 280 bis 680 stationäre Pilzvergiftungen durch falsch gesammelte Pilze im Krankenhaus an. Völlig selten führt der Versuch, Pilze zu verzehren, zum Tod – nur zwischen null und sieben Todesfälle werden pro Jahr gemeldet. Doch viele weitere Fälle bleiben unbemerkt, da die meisten Erkrankten nicht ins Krankenhaus kommen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung versucht, einen bundesweiten Überblick durch ein zentrales Vergiftungsregister zu erhalten. Der Leiter dieses Registers, Yuri Bruinen de Bruin, warnt vor den Gefahren, giftige Pilze mit essbaren Arten zu verwechseln. Gemeine Speisepilze wie der Wiesenchampignon und der Frauentäubling sehen ähnlich aus und können schweren Schaden verursachen.
Kinder und ältere Menschen sind besonders anfällig für die giftigen Zutaten, die selbst bei geringen Mengen lebensbedrohliche Folgen haben können. Zu den Symptomen gehören Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen.
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