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Fernsteuerung von Schiffen: China macht bei dieser Zukunftstechnik vorwärts, Europa verliert sich in der Regulierung

Ein Jungunternehmen hat eine Technik entwickelt, mit der Schiffe ferngesteuert werden können. Die internationale Vermarktung verzögert sich allerdings infolge von Europas altem Übel: der Kleinstaaterei.

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Fernsteuerung von Schiffen: China macht bei dieser Zukunftstechnik vorwärts, Europa verliert sich in der Regulierung

Fernsteuerung von Schiffen: China macht Fortschritte, Europa kämpft mit Regulierungsproblemen

Ein junges Unternehmen aus Antwerpen, Seafar, hat eine Technologie entwickelt, mit der große Schiffe ferngesteuert werden können. Die internationale Vermarktung wird jedoch durch die komplizierte Regulierung in Europa behindert. Das Unternehmen betreibt sechs Kontrollzentren, unter anderem in Antwerpen, Dordrecht und Duisburg, wo ehemalige Kapitäne große Bildschirme betreiben und Schiffe als ob sie an der Brücke stünden steuern.

Die Technologie ermöglicht es, Schiffe bis zu 135 Meter lang digital zu steuern. Die Kameras an Bord geben den Besatzern umfassende 360 Grad Sicht. Die Schiffe benötigen aber weniger Besatzung, da die Bürokapitäne sich ganz auf diese Aufgabe konzentrieren können. In Europa herrscht jedoch ein regulatorisches Flickenteppich, das die Anwendung von Fernsteuerung verhindert.

In Europa brauchen Schiffe, die 24 Stunden oder länger unterwegs sind, eine fünfköpfige Besatzung, unter ihnen zwei Schiffsführer. Dies gilt auch für Schiffe, die auf dem Rhein verkehren und das Fernsteuerung von Seafar nutzen. Auf der wichtigsten Wasserstraße Europas befindet sich das Antwerpener Unternehmen nach fünf Jahren nur noch in der Testphase 2. Ferngesteuerte Schiffe dürfen bis Karlsruhe fahren, weiterhin ist eine Besatzungsreduzierung aus Sicherheitsgründen verboten.

Die Vorschriften werden von der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) in Strassburg koordiniert, zu der fünf Staaten gehören: Belgien, die Niederlande, die Schweiz, Deutschland und Frankreich. Sie regeln die Rheinschifffahrt, aber es konnten sie sich bisher nicht auf eine Lockerung der Vorschriften einigen.

Der Koordinator der Vorschriften begrüßt die Technologie, doch zögert die Öffentlichkeit wegen der regulatorischen Hürden und der technischen Mängel. Seafar nutzt dabei ständig die Dienste von mindestens drei Kommunikationsanbietern und hat einen Satellitendienst zur Verfügung, falls die Verbindung abbricht. Das deutsche Verkehrsministerium arbeitet zusammen mit der Schweiz, um die Technologie zu verbessern und die Infrastruktur zu robusten Bedingungen zu testen.

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