Simson-Hype: Ein DDR-Kultmoped und sein AfD-Problem
AfD-Politiker vereinnahmen die Simson. Die Familie wehrt sich dagegen. Und der Thüringer Ersatzteilehersteller MZA? Will einfach Geld verdienen. Nur einfach ist das Simson-Geschäft nicht.
Ein Kultmoped aus der DDR erlangt in der heutigen Zeit politische Bedeutung, insbesondere im Zusammenhang mit der AfD-Politik. Der Simson-Hype wird angesprochen, als AfD-Politiker Ulrich Siegmund in einer Veranstaltung betont, dass sie die politischen Zustände aus der DDR baden. Die Mopeds sind längst nicht mehr in Produktion, aber die Kompanie MZA in Meiningen spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung und Vermarktung von Ersatzteilen.
Der Geschäftsführer Falko Meyer wuchs in Chemnitz auf und baute bereits als Jugendlicher ein Simson-Moped reparieren. Er startete sein Geschäft mit der Restaurierung von Simson-Fahrzeugen und entwickelte sich schließlich zum Hauptberuf. Meyer spricht von drei Gründen für den Erfolg der Simson: Erstens die günstigen Fahrbeschränkungen nach der Wiedervereinigung, zweitens ihre Robustheit und Vielseitigkeit bei Reparaturen sowie drittens die Entstehung eines Kult um das Fahrzeug.
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