Geschichte: Anfang vom Ende der DDR? Der Flammentod des Oskar Brüsewitz
Die fatale Protestaktion eines unliebsamen Dorfpfarrers erschütterte 1976 die DDR. Manche sehen eine direkte Linie zum Zusammenbruch des SED-Regimes mehr als ein Jahrzehnt später.
Am 18. August 1976 begann Oskar Brüsewitz, ein Pastor aus Rippicha, Sachsen-Anhalt, damit, Plakate gegen den SED-Staat vor der Michaeliskirche in Zeitz anzubringen. Nachdem er sein Frühstück für seine Frau ausgesucht hatte und seine Tochter ein Lieblingslied gespielt hatte, brachte er sein hässliches Ende in Brand, indem er den Talar mit Benzin bespritzte.
Dieser fatale Akt wurde von einigen als der Beginn des Endes der DDR angesehen. Manfred Stolpe, ein ehemaliger Kirchenfunktionär und späterer Ministerpräsident Brandenburgs, nannte Brüsewitz einen "Vorbote des Systemwechsels". Brüsewitz selbst suchte eine selbstverbrännte öffentliche Demonstration an, um ein politisches Zeichen zu setzen. Trotz seiner gewissenlosen Tat glaubte er, von Gott gerufen zu sein, und tat dies, ohne zu scheuen.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.