Midterms: Auf diese Rennen sollte man bei den US-Zwischenwahlen achten
50 Bundesstaaten, Hunderte Rennen und die große Frage: Wechselt die Mehrheit in einer oder beiden Kammern des US-Parlaments? Wo man am Wahlabend genauer hinschauen sollte.
Bis zu 35 Senatoren, Hunderte von Abgeordneten und Gouverneuren werden im Rahmen der US-Mittelwahlen am Dienstag neu bestimmten. Die Auswirkungen hängen von den Ergebnissen in einer Reihe von entscheidenden Wahlen ab. Der Senat ist insbesondere umkämpft, wobei die Republikaner derzeit 53 von insgesamt 100 Sitzen besetzen. Die Demokraten hingegen halten 45 Sitze und können auf die Unterstützung von zwei Parteien vertrauen.
In den Mittewahlen werden 35 Sitze neu vergeben. Wenn die Demokraten vier Republikaners abnehmen, hätte Trumps Partei keine Mehrheit mehr. Laut Wahlanalytikern der Plattform "Cook Political Report" ist bei sieben Sitzen ein gleichaufes Rennen zu erwarten. Die wichtigsten Senatswahlen umfassen Michigan, Texas und Alaska.
In Michigan wird das Rennen als Test gesehen, ob demokratische Vertreter aus dem linken Flügel in so genannten Swing States Erfolge erzielen können. Der demokratische Amtsinhaber Gary Peters tritt nicht mehr an und sein linkiger Parteikollege Abdul El-Sayed will damit den Sitz in demokratischer Händen halten. Abhängig von der Wahl des Vaters von zwei Kindern könnte El-Sayed damit den ersten muslimischen US-Senator werden.
In Texas wäre ein Sitzverlust für die Republikaner eine Verluste und für die Demokraten ein erster Sieg seit fast vier Jahrzehnten. Ihr Kandidat, James Talarico, kämpft gegen den republikanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton. Paxton ist umstritten, wurde schon einmal für Korruption und Amtsmissbrauch verurteilt, während Talarico in Washington für ein bezahlbares Leben eintreten will.
In Alaska könnte das Rennen für Dan S. Sullivan, der republikanische Amtsinhaber, den Sitz kosten. Er steht gegen den politischen Neuling Dan J. Sullivan und die Demokratin Mary Peltola an. Republikaner bezweifeln schon seit langem, dass die Demokraten den Namensvetter bewusst ins Rennen geworfen haben, um einen Verwechslungskampf zu schaffen. Ein Medienbericht hat dies kürzlich bestätigt.
Die demokratischen Gouverneurinnen zählen in ihren Bundesstaaten zu den mächtigsten Positionen. Sollten die Demokraten mindestens zwei zusätzliche Gouverneure erringen, gäbe es erstmals seit 2010 wieder mehr demokratische als republikanische Bundesstaatenchefs. Ohio, Wisconsin und andere Bundesstaaten sehen sich damit unmittelbar betroffen.
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