Russland-Sanktionen: Deutsche Bank und Linde brechen Geschäftskontakte ab
Der Streit über ein geplatztes Russlandgeschäft hat nicht nur ein juristisches Nachspiel, sondern führt auch zu einem Zerwürfnis zwischen den Konzernen. Die erste Runde könnte zugunsten der Bank ausgehen.
Die Beziehung zwischen dem Gasunternehmen Linde und der Deutschen Bank hat sich nach Angaben im Handelsblatt zersplittert. Die Deutsche Bank hat vorsorglich die Geschäftsbeziehung zu Linde beendet und möchte keine weiteren Geschäfte mit dem Unternehmen tätigen. Dies ist auf einen juristischen Streit zwischen der Bank und dem Industriegaseinheit Linde über ein gescheitertes Projekt in Russland zurückzuführen.
Das Projekt, genannt RusChemAlliance (RCA), bot für Linde ein Volumen von etwa fünf Milliarden Dollar und hatte Bürgschaften von mehreren Banken erhalten. Als Russland die Ukraine überfiel und neue Sanktionen einguf, platzierte das Unternehmen das Geschäft aufgrund dieser Sanktionen und beschlagnahmte die Garantien der deutschen Banken.
Die Banken wollen ihre Garantien nun bei Linde klagen. Das Verhältnis zwischen Linde und der Deutschen Bank wird besonders belastet, da die Deutsche Bank weniger kundenfreundlich gegenüber dem Unternehmen war. Das Landgericht Frankfurt könnte bald ein Urteil fällen, das Linde gegebenenfalls bis zum Europäischen Gerichtshof bringen könnte.
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