US-Wahlen: Blaue Welle oder blaues Wunder – stehen die Demokraten sich selbst im Weg?
Donald Trump ist so unpopulär wie kaum ein Präsident vor ihm – und trotzdem ist ein Sieg der Demokraten alles andere als sicher. Das liegt vor allem an der Partei selbst.
Spielerisch präsentiert sich Jon Ossoff auf der Bühne, um Sympathie für seine jüngere Demokraten-Partei zu gewinnen. Seine Publikumswertschätzung geht auf, als er klare Aussagen macht und dem Präsidenten mit einer abweisenden Note begegnet. Er greift Jungen, Mädchen und Jugendliche umher, die ihm begegnen, und gibt ihnen selbstgemachte Selfies.
Seine Redebeiträge sind so populär wie sein Präsentationstalent in Atlanta. Im Wesentlichen besitzt Ossoff eine charismatische Aura, die in den Wahlkämpfen entscheidend ist, und gilt als moderat. Einige sogar prognostizieren, dass er bis zu den Präsidentschaftswahlen 2028 kandidieren könnte, obwohl er selbst seine Ambitionen auf diesem Posten abstreitet.
Wichtig ist jedoch, dass er seinen Senatssitz im November bei den Zwischenwahlen verteidiget, damit die Demokraten überhaupt eine Mehrheit im US-Senat erreichen können – und das in einem Staat, in dem Trump 2024 knapp gewann. Die persönlichen Chancen für Ossoff sind gut, da er in den Umfragen mit neun Prozentpunkten über dem republikanischen Gegner Mike Collins liegt. In Georgia mussten die Wähler bereits am Dienstag mit der Vorabstimme beginnen.
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