Rüstungsindustrie: Der Bundes-Panzer: Regierung will wichtigsten Hersteller zum Staatskonzern machen
Deutschland will 50 Prozent an KNDS übernehmen und mit Frankreich gleichziehen. Der Staatseinstieg soll verhindern, dass kritisches Wissen abfließt und die Aufrüstung behindert wird.
Das deutsche Unternehmen KNDS, ein Rüstungsindustrie-Konzern, soll bald zum Staatskonzern werden, so berichten mehrere vertrauensvolle Personen. Der ursprüngliche Plan eines Börsengangs für das Unternehmen wurde zugunsten einer vollständigen Übernahme durch die Bundesregierung eingestellt. KNDS wurde 2015 durch die Fusion des französischen Staatsunternehmens Nexter und der deutschen Firma Krauss-Maffei Wegmann (KMW) entstanden.
Bis zu seinem 50-Prozent-Anteil bei KNDS gehören die deutschen Familien Braunbehrens und Bode, während der französische Staat ebenfalls die gleiche Hälfe hält. Die deutschen Eigentümerfamilien möchten nun ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen. KNDS spielt eine entscheidende Rolle für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und baut den deutschen Kampfpanzer Leopard 2 und dessen französisches Pendant Leclerc.
Die Bundesregierung ist besorgt über eine potenzielle französische Dominanz bei dem Panzerbauer und möchte direkten Zugriff auf das Unternehmen sichern, um deutsche Interessen nicht auszulagern.
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