Großstädte: Jede und jeder Dritte findet eigene Miete zu hoch
Die meisten Menschen halten ihre Miete in deutschen Großstädten heute für angemessen - doch längst nicht alle. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Altersgruppen.
Rund jedes dritte Bewohner mit einer Mietwohnung in deutschen Großstädten der Meinung ist, dass ihre Miete zu hoch ist. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zeigt, dass nur 64 Prozent der Mieter die Miete für ihre Wohnung angemessen halten. Die Unterschiede zwischen Ost und West sind sehr gering. Dennoch unterscheiden sich die Meinungen stark nach Alter: Nur 17 Prozent der über 60-jährigen Mieter halten ihre Miete für zu hoch.
Bei den 30- bis 44-Jährigen beträgt der Anteil 38 Prozent, während er bei den unter 30-Jährigen auf 44 Prozent steigt. Um die Situation zu verbessern, fordern DGB und der Deutscher Mieterbund mehr Tempo bei den mietrechtlichen Reformen der Bundesregierung. Sie fordern härtere Strafen gegen Vermieter, die sogenannten Wuchermieten verkaufen, eine Verschärfung der Mietpreisbremse und eine Begrenzung von Mieterhöhungen.
In Ballungszentren wie Berlin liegt der Anteil der über der zulässigen Miethöhe befindlichen Wohnungen bereits bei etwa der Hälfte. DGB und Mieterbund fordern auch einen bundesweiten Mietenstopp und mehr bezahlbaren Wohnraum.
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