Urgent.News

What's breaking now, across thousands of outlets.

Business

Drohender Jobverlust: Vorsicht, Falle! Wie Führungskräfte ihre schleichende Degradierung erkennen – und gegensteuern

Wenn Arbeitgeber unliebsame Manager ohne hohe Abfindungen loswerden wollen, greifen sie oft zu Tricks. Die wichtigsten Warnsignale und juristischen Gegenmaßnahmen.

Drohender Jobverlust: Vorsicht, Falle! Wie Führungskräfte ihre schleichende Degradierung erkennen – und gegensteuern

Punkte 1:

Manche leitende Angestellte werden plötzlich ohne Erklärung mit wichtigen Entscheidungen beauftragt. Ihr Budget und Personal werden entzogen, und es wird klar, dass der Job in Gefahr ist. Christoph Abeln, ein Berliner Anwalt für Arbeitsrecht, sagt, dass solche Aktionen dazu führen sollen, dass Führungskräfte einen Kündigungsschutzvertrag akzeptieren und das Unternehmen verlassen. Unternehmen wollen hohe Abfindungen vermeiden und setzen deshalb auf unsichtbare Methoden, um leitende Angestellte loszuwerden.

Punkte 2:

Eine verdeckte Entmachtung ist die gefährlichste Form, wie Abeln sagt. Anstatt öffentliche Degradierung und Demütigung kommt es zu einer versteckten Abnahme von Macht, die auf den ersten Blick wie eine Beförderung oder Belohnung aussehen kann. In seinem Buch "Vom Karriereknick zum Comeback" beschreibt Abeln die häufigsten Trennungstricks von Arbeitgebern und gibt Tipps, wie man sich wehrt.

Nils Schmidt, Jurist und Vorstand des Verbands für Fach- und Führungskräfte, bestätigt die hohe Aktualität des Themas. Er erklärt, dass fast täglich frühere leitende Angestellte von Unternehmen subtil entlassen werden.

Punkte 3:

Warnsignal 1 ist die Beförderung zum Geschäftsführer. Ein Bereichsleiter, der seit 30 Jahren in einem Unternehmen arbeitet, wird von einem Unternehmen zur Geschäftsführerin befördert. Allerdings wird ihm mitgeteilt, dass der neue Vertrag alle bisherigen Rechte ersetzt. Der neue Geschäftsführervertrag erspart dem Arbeitgeber jede Art von Boni oder Abfindungen. Wenn der Manager diesen Vertrag akzeptiert, endet sein Kündigungsschutz sofort.

Gegenmaßnahme: Der Manager sollte den alten Arbeitsvertrag stattdessen halten und die neuen Rechte ausrufen. Er sollte sicherstellen, dass die Bestellung nicht revidiert wird und den Geschäftsführervertrag gekündigt wird. Der Manager kann dazwischen klare Abgrenzungen der Verantwortlichkeiten für beide Co-Chefs festlegen. Er sollte auch bestätigen, dass seine Berichtslinie unverändert bleibt.

Punkte 4:

Warnsignal 2 ist die Einführung einer Doppelspitze. Ein erfahrener Bereichsleiter im Investmentbanking bekommt plötzlich einen Co-Manager zur Seite gestellt. Diese gleichrangige Führungskraft ähnelt dem bisherigen Managing Director. Eine solche Doppelspitze kann eine schleichende Entmachtung sein, nicht eine Beförderung. Der Jurist Schmidt empfiehlt, die vertragsgemäße Beschäftigung schriftlich einzufordern und eine klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten beider Co-Chefs festzuhalten. Der Betreffende Manager sollte alle weiteren Vorgänge dokumentieren, um seine Position zu stärken.

Punkte 5:

Warnsignal 3 ist eine Versetzung ins Ausland. Ein 60-jähriger Bereichsleiter aus der Technologiebranche wird in einen indischen Standort versetzt. Er soll dort deutsche Qualitätsstandards bei der Fertigung sichern. Dies ist für den Manager überraschend, denn er hatte bereits 25 Jahre in der deutschen Firmenzentrale gearbeitet. Das könnte sich auf eine Entmachtung hinweisen, da der Arbeitgeber die Position während der Abwesenheit neu besetzt könnte.

Die Gegenmaßnahme ist, dass der Manager nur einer solchen Entsendung zustimmen sollte, wenn er oder sie die Auslandsstation schriftlich akzeptiert.

Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.

Read the original at handelsblatt.com →

More in Business

More from Tuesday 6 October →