Immobilien: Plötzlich schraubte Hilton die Schilder ab: Warum ein beliebtes Luxushotel jetzt pleite ist
Das ehemalige Hilton Frankfurt Gravenbruch steckt in der Krise. EU- und US-Sanktionen gegen den Eigentümer erschweren die Rettung. So einen Fall hat der Insolvenzverwalter „noch nie erlebt“.
Das Luxushotel Frankfurt Gravenbruch, ein 225-Zimmer-Hotel mit Schwimmbad, Spa und Tennisplätzen, war einst ein beliebter Treffpunkt. Doch seit Mitte August hat das Hotel keinen einzigen Gast mehr aufgenommen. Der Miteigentümer, der iranische Geschäftsmann Ali Ansari, steht aufgrund mutmaßlicher Unterstützung der iranischen Führung auf den Sanktionslisten der EU und der USA.
Dadurch wurde der Betreiber, die US-Kette Hilton, gezwungen, den Vertrag zu kündigen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Joachim Kühne beschreibt den Fall als einzigartig. Ansari hat in Europa ein Immobilienvermögen von etwa 400 Millionen Euro, zu dem das Hotel Gravenbruch gehört. Gravenbruch ist nicht der einzige Fall, Ansari ist Miteigentümer des "Hilton Frankfurt City Centre", dessen Vertrag ebenfalls gekündigt wurde.
Die EU hat Ansari im Juli 2025 Sanktionen verhängt, was dazu führte, dass Booking.com und das US-Finanzministerium Ansari sanktionierten, was Hilton zwang, den Vertrag in Gravenbruch zu kündigen.
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