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Klimawandel und seine Folgen: Alpen im Wandel: Wie Bergfreunde mit neuen Risiken umgehen

Eine Sturzflut vom Ausmaß wie in Nepal ist in den Alpen kaum denkbar – doch Fels- und Gletscherstürze und andere Gefahren nehmen auch dort zu. Was Wanderer beachten sollten und wann Umkehren klug ist.

Klimawandel und seine Folgen: Alpen im Wandel: Wie Bergfreunde mit neuen Risiken umgehen

Schmelzende Gletscher und aufgeplatzte Permafrost in den Alpen führen zu neuen Risiken für Bergfreunde. Natürlich ist eine Katastrophe wie die Sturzflut in Nepal in den Alpen hochgradig unwahrscheinlich, aber das Risiko von Felsstürzen und Gletscherabrieb steigt aufgrund des Klimawandels. Christine Fey von der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien erklärt, dass die Auslöser der alpinen Sturzflut in Nepal extrem waren, wie eine riesige Fels-Eis-Lawine.

In den letzten Jahren gab es bereits Beispiele wie den Gletschersturz auf der Marmolata, der im Jahr 2022 elf Menschen das Leben kostete.

Frühwarnsysteme schützen Wanderer vor Gefahren, aber sie sind hauptsächlich auf Siedlungen und Infrastruktur zugeschnitten, nicht auf abgelegene Wegen. Es ist daher wichtig, aktuelle Informationen einzuholen, um die Tour gut vorzubereiten, Wetter und Regenradar zu prüfen und Warnzeichen ernst zu nehmen. Besonders in hochalpinen Bereichen, wo sich Gletscher zurückziehen und Permafrost auftaut, ist besondere Aufmerksamkeit gefragt.

Die Kombination aus extremen Höhenunterschieden und Fallhöhe in den Alpen ähnelt nicht der in Nepal.

Sicherheitsexperte Thomas Wanner vom Deutschen Alpenverein betont, dass Lochkarten und digitale Routen nicht verifiziert sind. Wanderer sollten auf frische Steinausbrüche achten und im Zweifel schnell zurückkehren. Starkregen oder Gewitter bergen das Risiko von Muren - Schlammlawinen - und Steinschlag. Bei Starkregen sollte man meiden, in engen Rinnen, Schluchten oder Bachbetten zu sein, und auf Anzeichen von Wasserrauschen und Veränderungen im Gelände achten.

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