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Geldanlage: Aktien, Anleihen, ETFs, Optionen: So klappt es mit dem Nebenverdienst ohne Arbeit

Nichts tun und das Geld fließt trotzdem: Damit die Verheißung vom passiven Einkommen wahr werden kann, gilt es, häufige Fehler zu vermeiden – und sich von einer Illusion zu verabschieden.

Geldanlage: Aktien, Anleihen, ETFs, Optionen: So klappt es mit dem Nebenverdienst ohne Arbeit

Psychologen warnen vor dem Gedanken an ein passives Einkommen, da es im Gehirn Gefühle von Glückssicherheit hervorruft. Obwohl ein regelmäßiger Geldstrom ohne Arbeit anfangs viel Arbeit erfordert, ist es dennoch möglich. Der Handelsblatt veranschaulicht vier Anlagestrategien, um dieses Ziel zu erreichen. Anleihen bieten ein besonders gut kalkulierbares passives Einkommen.

Investitionen in stark ansteigende Dividendenaktien oder Call-Optionen können zusätzliche Einnahmen erbringen. Fonds und ETFs ermöglichen ebenfalls hohe Ausschüttungsrenditen für ein passives Einkommen. Die Idee eines passiven Einkommens beflügelt viele Finanzstrategen, die ihre Pläne in den sozialen Medien bekannt geben. Psychologe Valentin Haas erklärt, dass der Gedanke an ein passives Einkommen vor allem Sicherheit, Freiheit und Entlastung hervorruft.

Unser Gehirn setzt Dopamin frei, wenn wir den Eindruck haben, einen Ausweg gefunden zu haben, obwohl sich die Situation noch nicht geändert hat. Die Redaktion des Handelsblatts hat sich mit Fachleuten in Verbindung gesetzt und vier Anlagestrategien vorgestellt, die alle zu einem passiven Einkommen führen können. Das passive Einkommen kann nur für Erben oder Menschen, die ihr Vermögen eigenständig angelegt haben, realisiert werden.

In der Regel muss jedoch Kapital angelegt werden, um ein stetiges Einkommen zu erzielen. Passive Einkommen gilt entweder als Hauptquelle, wenn man den eigenen Vermögen leben soll, oder als Zusatzquelle, um andere Einnahmequellen wie Gehalt oder Renten zu ergänzen. Für Aussteiger ist es oft nur möglich, wenn man ein hohe Summe vererbt oder ein eigenes Unternehmen gegründet hat.

Angestellte Menschen müssen sich sehr anstrengen, um mit sparen und kluger Investition bis zum Ruhestand eine passive Einkommensquelle zu haben. Die Beispielrechnung zeigt, wie schwierig dies ist, selbst für Personen mit einem überdurchschnittlich hohen Einkommen. Mit 25 Jahren verdient ein junger Mensch 3000 Euro netto, das Gehalt steigt dann jährlich um fünf Prozent.

Mit 50 Beträgt das Nettogehalt knapp 10.000 Euro. Angenommen, die Person lebt bescheiden und investiert 50 Prozent ihres Nettogehalts jährlich in einen ETF-Sparplan mit einer Rendite von sieben Prozent nach Kosten. Nach 25 Jahren hat sie 1,75 Millionen Euro angelegt. Diese Summe verkauft sich jedoch nicht unbedingt bezahlbar, da sie durch Inflation geschwächt wird.

Mit einer Inflationsrate von 2,5 Prozent braucht man in 25 Jahren mehr als 2700 Euro, um 1500 Euro zu kaufen, die heute noch für 1500 Euro ausreichen. Ab 50 Jahren will sich die Person die Hälfte ihres letzten Nettogehalts Monat für Monat auszahlen lassen, was heute etwa 5000 Euro entspricht. Für diesen Betrag bleibt in 25 Jahren lediglich eine Kaufkraft von etwa 2800 Euro von heute übrig.

Um einen Puffer zu haben, sei 6000 Euro pro Monat empfohlen. Diese "Rente" muss jährlich 2,5 Prozent an Inflation angehen und mit 70 Jahren 9340 Euro pro Monat abgehoben werden. Die Rechnung ist angesichts steigender Lebenserwartung recht knapp und setzt zusätzlich voraus, dass das Gehalt stetig steigt, eine disziplinierte Sparquote und eine konstante Inflationsrate.

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