Wahl in Sachsen-Anhalt: Sorge um Fachkräfte und Investitionen bei AfD-Wahlsieg
Was droht Sachsen-Anhalt, wenn die AfD regiert? Siemens Energy warnt vor sinkender Attraktivität für Fachkräfte und Investoren. Und steht damit nicht allein.
Fachleute und Ökonomen warnen vor möglichen Schwierigkeiten für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt, falls die AfD nach der Landtagswahl die Regierung übernimmt. Diese Bedenken betreffen vor allem Investitionen und die Anlockung von Fachkräften aus dem Ausland. Monika Schnitzer, eine ökonomische Expertin, sagte diesem "Kölner Stadt-Anzeiger", dass das AfD-Programm die Attraktivität des Bundeslandes als Standort für Fachkräfte und Unternehmen erheblich mindern würde.
Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, ist ebenfalls besorgt. Er erklärt, dass der Aufbau von Beziehungen zu ausländischen Fachkräften schwerer wird, wenn man offen fordert, deren Ausweisung zu beantragen. Das IW-Chef argumentierte, dass ein Land, das seine wirtschaftliche Grundlage gefährdet, dies auf äußerst schädliche Weise tun müsse.
Die afghanische Nachrichtenagentur berichtete, dass Siemens Energy die AfD-Programme als schlecht für den Wirtschaftsstandort Deutschlands ansieht. Christian Bruch, Vorstandschef des DAX-Konzerns, wies darauf hin, dass das Programm demokratische Strukturen verletze und dass das Unternehmen von internationalen Fachkräften und politischer Stabilität abhänge.
Die Münchner Ökonomin Schnitzer teilte mit, dass Sachsen-Anhalt in den kommenden Jahren aufgrund seiner ungünstigen Demografie aufgrund zunehmender Rentner einen erheblichen Arbeitskräftemangel bekommen werde. Wenn diese Entwicklung ohne Zuzug von außen weiter anhält, könnten viele Fachkräfte fehlen und wichtige Investitionen auf Eis liegen bleiben.
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hatte vor wenigen Tagen in Frankfurt vor möglichen Konsequenzen von AfD-Plänen gewarnt. Er hoffe persönlich, dass keine absolute Mehrheit für die AfD entstehe. Bahlsen-Chef Alexander Kühnen hatte sich bereits vor Monaten von der AfD und ihren Positionen distanziert. Er stellte fest, dass Fachkräfte, offener Handel und stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen für ihn unerlässlich seien.
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