Grenzkontrollen: An Landgrenzen gut jeder zweite Asylsuchende zurückgewiesen
An den Landgrenzen weist die Bundespolizei mehr als die Hälfte der Asylsuchenden zurück. Besonders viele unerlaubte Einreisen gab es zuletzt an der deutsch-französischen Grenze.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden rund 20.000 Personen an den deutschen Landgrenzen festgestellt, und etwa jede zweite dieser Asylsuchenden wurde zurückgewiesen. Die Bundespolizei verzeichnete in den ersten sechs Monaten dieses Jahres etwa 4.500 unerlaubte Einreisen an Flughäfen. Seit Mai 2025 sind auch Asylsuchende von der Bundesinnenministerin Alexander Dobrindt (CSU) eine Intensivierung der vorübergehenden Grenzkontrollen durchgesetzt worden, die eigentlich nicht vorgesehen sind.
Asylsuchende mit besonders schutzbedürftigen Personen wie Schwangere, Minderjährige oder Kranke dürfen jedoch zurückgewiesen werden, es sei denn, die Übernahme der Personen von einem anderen Land wurde verweigert. Die Grenze zu Frankreich war in der ersten Jahreshälfte den meisten unerlaubten Einreisen an Land vorausgegangen. Der Anteil der zurückgewiesenen Personen an den unerlaubten Einreisenden war am höchsten an dieser Grenze.
Die Zurückweisungsmaßnahme von nur einer Person im ersten Halbjahr stellte die Bundesregierung als Ausnahme dar. Die Zahl der Asylanträge, die in Deutschland gestellt werden, ist seit einigen Jahren zurückgegangen und lag im ersten Halbjahr bei nur 39.646. Jeder Vierte der festgestellten Asylsuchenden hatte bereits einen Eurodac-Treffer, was bedeutet, dass ihre Fingerabdrücke mit einem Datensatz in der europäischen Fingerabdruckdatenbank übereinstimmen.
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