Kupfer: Panik vor Trump-Zöllen treibt Kupfer nah an Rekordhoch
Der Preis für Kupfer an der Metallbörse LME steht kurz vor einem Rekordhoch. Der Markt ist seit mehr als einer Woche turbulent, das hat vor allem mit Lagerbeständen in London zu tun.
Kupferpreise nähern sich Rekordstand, nach turbulenten Woche
Der Preis für Kupfer in Londoner Börse LME, für die Lieferung eines Tonne in drei Monaten, stieg auf 14.437 US-Dollar Ende Mittwoch vor dem Potenzial des Höchststandes von Januar mit 14.527,50 Dollar. In der vergangenen Woche war Kupfer kurz vor dem Rekordhoch, nur um danach wieder zurückzugehen. Marktverwirrung wird fortgesetzt, hauptsächlich aufgrund von Entscheidungen der USA über Importzölle für Kupfer.
Die Entscheidung liegt bei US-Präsident Donald Trump, der noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat. Handelsministerium der USA hatte im Vorjahr eine schrittweise Einführung von Importzöllen empfohlen: 15 Prozent ab dem 1. Januar 2027 und 30 Prozent ab 2028. Marktteilnehmer verschieben Kupfer in die USA, um vor möglichen Zöllen zu schützen.
Der Markt als unruhig angesehen, da die Bestände in London zwischen Juni und Mitte August um fast 50 Prozent gefallen sind, während die Bestände in den USA um rund 100.000 Tonnen gestiegen sind. Der Aufschlag zwischen Londoner und US-Preis wurde von 545 Dollar auf nur 71 Dollar reduziert. Über Ūs-Zölle verunsichert, werden Metalltransporte in die USA weiterhin interessant.
China stellt eine weitere Herausforderung für den Kupfermarkt dar, denn die chinesischen Schmelzen haben mit Lagerengpässen zu kämpfen, da Rohstoffe aus Kupferabfall in China nicht mehr verwendet werden können. Niedrige Produktion in China und eine Exportverbot in der Demokratischen Republik Kongo sind zusätzliche Faktoren, die den Kupferpreis ankurbeln.
Trotzdem bleibt der globale Kupferbedarf durch robuste Wirtschaftstätigkeit, ein stetiges Wachstum in China und Investitionen in künstliche Intelligenz in Asien bedeutsam.
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