Mulfingen: 400 Millionen für eine 3600-Seelen-Gemeinde: Herr Bürgermeister, was machen Sie mit dem EBM-Papst-Geld?
Sören Döffinger steht der Heimatgemeinde des Familienunternehmens vor, das für fünf Milliarden Euro in die USA verkauft wird. Der CDU-Mann betrachtet den Steuergeldsegen aus dem Deal zurückhaltend.
Bürgermeister Herr Döffinger erklärt, dass der Verkauf der Firma EBM-Papst in Mulfingen an den US-Konzern Madison Air für rund fünf Milliarden Euro stattfinden wird. Er berichtet, dass er die Nachricht noch zehn Minuten vor der Pressemitteilung vom Familienunternehmen Sturm erfahren hat. Döffinger betont, dass er selbst während des Verkaufprozesses keine Informationen an die Öffentlichkeit gegeben hat, was er für vertrauenserweckend hält.
Er sieht den Verkauf als notwendiges Geschick, damit die Firma weiterhin wachsen und erfolgreich bleiben kann. Döffinger hebt das enge Verhältnis zwischen der Gemeinde Mulfingen und EBM-Papst hervor, da die Firma den Ort und die Infrastruktur entwickelt hat. Er berichtet, dass der Kaufvertrag vorschreibt, dass Mulfingen der Sitz von EBM-Papst bleiben soll und dass Madison Air sich zu Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen verpflichtet.
Döffinger sagt, dass er keine Sorgen hat, dass pro Jahr ein dreistelliger Millionenbetrag gespart wird, da er versichert, dass der Firmensitz bleiben wird und EBM-Papst weiterhin investieren will. Döffinger berichtet von gemischten Gefühlen unter den Menschen in Mulfingen und den Mitarbeitenden, die sich nach dem Verkauf von EBM-Papst ein positives Zukunftsszenario vorstellen.
Er sagt, dass der Verkauf der Firma für die Gemeinde einen Steuergewinn von rund 400 Millionen Euro mit sich bringen soll, allerdings weist er darauf hin, dass noch keine genauen Zahlen bekannt sind.
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