Lange Trockenheit: Pegel, Kaub, Fahrverbot: Was zum Niedrigwasser wichtig ist
Was zeigt ein Pegelstand an? Warum wird so oft die rheinland-pfälzische Stadt Kaub genannt? Und wann wird die Schifffahrt gestoppt? Ein Überblick über wichtige Fakten zum Niedrigwasser.
Niedrigwasser auf dem Rhein, sinkende Wasserstände und weniger Ladung für Schiffe sind in den letzten Tagen häufige Themen. Doch was bedeuten diese Zahlen und warum ist der Pegel in Kaub so wichtig? Um sicherzustellen, dass Schiffe sicher fahren können, muss die Fahrrinnentiefe ausreichend sein. Der Pegelstand im Kaub erlaubt eine Fahrrinnentiefe von 129 Zentimeter, was für die Schifffahrt entscheidend ist.
Der Rhein ist Europas wichtigste Wasserstraße, die Industriegebiete in der Schweiz, Deutschland und anderen Ländern mit den großen Häfen an der Nordsee verbindet. Eine Trockenperiode und geringe Grundwasservorräte führen dazu, dass der Wasserstand im Rhein deutlich sinkt. Dies kann die Schifffahrt erschweren und teurer machen, da Transportunternehmen ihre Produktion möglicherweise drosseln müssen.
Der Pegel in Kaub ist besonders wichtig, da er ein Nadelöhr für die Rheinschifffahrt darstellt. Der niedrigste gemessene Wert in der Geschichte war 25 Zentimeter am 22. Oktober 2018, der Wert ist heute auf 16 Zentimeter gesunken. Dies könnte in den nächsten Tagen sogar erstmals einstellig werden. Die niedrigen Wasserstände stellen ein Alarmsignal für die Flussökosysteme dar, da sie den Sauerstoffgehalt mit höheren Wassertemperaturen senken können.
Der BDB warnt, dass gewerbliche Schifffahrt bei solch niedrigen Wasserständen keinen Gütertransport mehr durchführen kann. Es wird erwartet, dass der Schiffsverkehr entlang des Mittelrheins ganz zum Erliegen kommen könnte, wenn der Wasserstand weiter sinkt.
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