Führungskräfte: „Ein Jobverlust kann die gesamte Basis ihres Selbstwerts erschüttern“
Niemand hat in Deutschland mehr zu Selbstwert geforscht als Christine Altstötter-Gleich. Im Interview erklärt sie, warum Führungskräfte eine Kündigung oft schlecht wegstecken – und was ihnen hilft.
Führungskräfte in Deutschland erleben gegenwärtig eine Welle von Kündigungen, wie Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen. Der Beruf spielt bei vielen Führungskräften eine zentrale Rolle, da sie einen großen Teil ihres Selbstwerts aus ihrer Karriere ziehen. Wenn eine Kündigung eintritt, kann das die gesamte Basis ihres Selbstwerts erschüttern.
Christine Altstötter-Gleich, eine führende Forscherin zu Selbstwert und Perfektionismus, erklärt, welche Menschen gefährdet sind und wie Manager vorbeugend handeln können. Perfektionisten, die hohe Leistungen erbringen, neigen oft dazu, einen kontingenten Selbstwert zu entwickeln, der stark von der Anerkennung anderer abhängt. Wenn sie ihren Job verlieren, kann dies zu einer Krise führen, wenn sie keinen anderen Weg finden, um Anerkennung zu erhalten.
Um dabei stabil zu bleiben, sollten Führungskräfte ihren Selbstwert auf mehrere Säulen verteilen und sich professionelle Hilfe suchen, falls nötig.
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