Schlafforscher: Warum schlechter Schlaf ein Wirtschaftsfaktor ist
Müde Beschäftigte sind weniger konzentriert. Schlafmangel erhöht das Unfallrisiko. Experten raten Unternehmen, den gesunden Schlaf der Mitarbeiter mehr im Blick zu haben.
Der Schlafexperte Hans-Günter Weeß aus dem Pfalzklinikum in Klingenmünster argumentiert, dass einer angemessenen Schlafqualität ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen sowie die persönliche Berufsausbildung gilt. Trotzdem bleibt das Thema unter Schlafmedizinern und Unternehmensführungen im Allgemeinen unterschätzt.
Studien zeigen, dass mangelnder Schlaf die Produktivität verringert und das Risiko von Unfällen erhöht, insbesondere bei Fahrern und Personen, die in der Pflege oder im Verkehr tätig sind. Eine Schlafstörung kann dazu führen, dass sich Krankheiten länger hinzuführen und die Erholung des Körpers behindert wird, was zu mehr Kranktagen führt.
Besonders gefährdet sind Menschen mit Übergewicht, die unter Schlafapnoe leiden und damit das Risiko schwerwiegender Begleiterkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Schätzungen zufolge kostet eine unbehandelte Schlafapnoe Hunderte Millionen Euro - etwa drei Prozent des Bruttoinlandprodukts in Europa. Schlafexperten fordern größere Aufmerksamkeit für Schlafstörungen, einschließlich des Bemühens, den Zugang zu Behandlungen zu verbessern, da Wartezeiten für Therapieoptionen sehr lang sein können.
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