Einzelhandel: Die Shoppingtour für Weihnachtsgeschenke fällt kürzer aus
Von wegen schöne Bescherung: Die Weihnachtszeit wird die Kassen von Deutschlands Geschäften zwar wieder klingeln lassen, doch viele Kunden möchten längst nicht so viel Geld ausgeben wie früher.
Deutsche Geschäfte sehen sich düsteren Erwartungen gegenüber, wenn es um die Weihnachtssaison geht. Laut einer YouGov-Umfrage für den Handelsverbund, findet sich heraus, dass viele Verbraucher aufgrund einer schwachen Wirtschaftslage ihre Ausgaben zurückhalten werden. Die Umfrage, die 2.100 Erwachsene über 18 Jahren im Oktober befragte, zeigt, dass jährliche Ausgaben für Weihnachtsgeschenke auf durchschnittlich 262 Euro geschätzt werden, also ein Euro weniger als 2025.
HDE-Chef Stefan Genth bleibt dennoch zufrieden und vertritt die Ansicht, dass die Zeichen auf Stabilität hinweisen und die Verbraucher trotz Preissensibilität bereit sind, nachzugeben. Preiserhöhungen haben zu einem Bedarf nach preiswerteren Alternativen geführt. Experten befürchten, dass politische Reformen den finanziellen Spielraum weiter einschränken könnten und die Verbraucher ein Gefühl haben, dass sie künftig weniger leisten können.
Während 30 Prozent der Verbraucher Weihnachtsgutscheine versprechen, legen Spielwaren, Bücher, Kosmetik und Bekleidung auf dem Weihnachtsbaum. Mittlerweile hat die Kantar/Idealo-Umfrage gezeigt, dass gemeinsame Unternehmungen und Eigenprodukte ebenfalls sehr gefragt sind. Der Handelsverbund geht davon aus, dass der Umsatz in den letzten beiden Monaten des Jahres ein Plus von zwei Prozent auf 129,2 Milliarden Euro erreichen wird, wobei der Online-Verkauf mit 4,4 Prozent deutlich stärker wächst als der stationäre Verkauf um 1,6 Prozent.
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