Autobauer: BMW will Stadt-Assistenten im kommenden Jahr starten
Der Dax-Konzern baut sein Angebot an autonomer Fahrhilfe aus. Ab 2027 sollen Kunden sich auch durch die deutschen Städte fahren lassen. Die Genehmigung steht aber noch aus.
Ab dem kommenden Jahr wird BMW sein Angebot an Fahrassistenten erweitern. Zusätzlich zum Autobahnassistenten wird der Münchner Konzern ab 2027 ein System für den Stadtverkehr in Deutschland anbieten, wie der Autobauer am Montag mitteilte. Das System soll den Fahrer teilweise eigenständig beim Abbiegen, Spurwechseln und Fahren durch Kreisverkehrsabschnitte in der Stadt unterstützen.
Das System folgt der über das Navigationssystem ausgewählten Route und hält und fährt bereits heute von allein an Ampeln. BMW hat die notwendigen unabhängigen Tests bereits erfolgreich absolviert und damit eine Zulassung im kommenden Jahr nichts im Weg. Der BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post verspricht: "Souveräne Fahrerassistenz, die nahtlos von der Autobahn über Landstraßen bis in die Stadt der Navigationsroute folgt."
Die fortgeschrittenen Assistenzsysteme sollen in den Autos der aktuellen Modelloffensive zum Einsatz kommen. BMW plant bis zum Ende des kommenden Jahres bis zu 40 neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt zu bringen. Einige davon auf der neu entwickelten Plattform "Neue Klasse", andere mit ausgewählten Technologien wie den Fahrassistenten ausgestattet.
Alle weiteren "Neue Klasse"-Modelle können die Assistenten nutzen, allerdings zu einem Aufpreis, da die Funktionen über "over-the-air" gespült werden müssen. Die Autonomen Fahrfunktionen werden in der Branche als "Adas" bezeichnet. BMW hat dabei vor allem auf die so genannte "Level 2" der Fahrassistenten setzt, bei der das Auto selbstständig die Spur wechseln oder überholen kann.
Mercedes-Benz folgt einer ähnlichen Strategie, produziert jedoch nicht für Level 3, wo das Auto weite Strecken alleine fahren kann und der Fahrer während der Fahrt etwa Filme schauen kann. Die Nachfrage nach solchen Level-3-Assistenten war zu niedrig und die Kosten zu hoch für beide Konzerne.
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