Trump-Watch: Steht MAGA noch hinter Trump? – mit Politologin Julia Simon
Frühere Verbündete wenden sich von Donald Trump ab, die Zwischenwahlen stehen kurz bevor und die Frage nach den Präsidentschaftskandidaten 2028 wird lauter. Steckt MAGA in der Krise?
Die MAGA-Bewegung richtete sich einst gegen Washington und das Establishment, aber jetzt befindet sie sich selbst an der Macht. Dies hat sogar ihre eigene Gruppe dazu gebracht, Donald Trump zu beschuldigen, dass er genau das tut, was sie früher bekämpft haben. In dem aktuellen Podcast sprechen die Moderatorinnen Christian Lammert und Nicole Bastian über die Entwicklung mit Julia Simon, einer Politologin am John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin, die sich mit US-Politik, Autokratisierung und New Rights befasst.
Simon erinnert daran, dass immer schon solche Strömungen existierten. Die Konflikte nehmen derzeit an Aktivität zu, da einzelne Entscheidungen die Versprechen verletzen und die Frage nach dem Verlauf nach Trump aufkommt. Für Trump ist es wichtiger, die Kontrolle über die Partei zu behalten, als die Kontrolle über den Kongress, erklärt Simon.
Das MAGA-Label ist so attraktiv, weil es viele Projekte auf sich laden lässt. Die Frage ist, wer es definieren darf. "Bislang ist es so, dass Trump behauptet, zu bestimmen, was MAGA ist. Und man kann nicht sagen, dass er diesen Einfluss oder diese Macht verloren hat", sagt Simon. Das Sonderheft von Christian Lammert und Julia Simon ist hier verfügbar.
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