Führungskräfte: Hochqualifiziert, erfolgreich, arbeitssuchend – Vier Betroffene berichten
In der Krise finden auch Menschen, deren Karrieren bislang steil nach oben gingen, keinen Job mehr. Vier Betroffene erzählen, vor welche Herausforderungen sie das stellt.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich in letzter Zeit stark verändert. Viele Unternehmen reduzieren nicht nur die Anzahl der offenen Stellen, sondern schrumpfen auch Stellenabbau. Jeden Monat gehen etwa 15.000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) meldet. Angesichts dieser Herausforderung kämpfen immer mehr hochqualifizierte Fachkräfte mit der Arbeitslosigkeit.
Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl arbeitslos gemeldeter Führungskräfte in allen Branchen um 14 Prozent, berichtet das Statistische Bundesamt. Auch der Anteil von Akademikern, die länger als ein Jahr arbeitslos bleiben, ist gestiegen.
Vier hochqualifizierte Personen erzählen hier, wie sich die lange Jobsuche auf ihr Leben auswirkt. Lukas Meier, Finanzvorstand und Vorstandsmitglied eines großen Handelsunternehmens mit rund 500 Mitarbeitern, warnte, dass er sich nach seinem Vorstandsvertrag Ende 2024 nicht mehr "mit Mitte 50 nur Lesen" vorstellen kann. Er ist abgesichert finanziell, aber fragt sich, was er mit seiner Zeit ansonsten machen soll.
Nils Schmidt, Vorstand des Verbands für Fach- und Führungskräfte (DFK) und Berater von entlassenen Managern, beobachtet, dass die Stimmung in dieser Gruppe stark negative Veränderungen durchmacht, von Trauer über Wut bis hin zum Resignieren. Er teilt seinen Beratern an, sich bei solchen emotionalen Situationen zusätzliche psychologische Unterstützung zu suchen.
Franca Gruber, eine alleinerziehende IT-Führungskraft, musste ihren Job durch eine Umstrukturierung verlieren und ist nun alleinstehend mit zwei Teenagern aufzugehen. Sie kämpft mit Vorurteilen in der Branche und dem finanziellen Druck, sich wieder eine gute Stelle zu suchen. Die Herausforderungen sind groß, aber viele bemühen sich trotzdem, einen neuen Job zu finden.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.