Krankenversicherung: Gesundheitsökonom: „Unser System mit paralleler GKV und PKV würde heute niemand mehr so einführen“
Der RWI-Wissenschaftler und Regierungsberater Boris Augurzky über die Baustellen der gesetzlichen Krankenkassen, den Reformbedarf im Gesundheitswesen und den Streit über die Zuckersteuer.
Der gesetzliche Krankenversicherungsschätzer prognostiziert stabile Beitragssätze für das kommende Jahr, mit Zusatzbeiträgen von durchschnittlich 2,9 Prozent und einem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Experten, wie der Gesundheitsökonom Boris Augurzky vom RWI-Leibniz-Institut, betrachten dies jedoch nur als kurzfristige Entlastung und behaupten, dass die Belastungen lediglich verschoben werden.
Das Beitragsstabilisierungsgesetz des Gesundheitsministeriums wird dafür verantwortlich gemacht. Dies führt zu einem Finanzierungsproblem für Krankenhäuser. Augurzky empfiehlt gezielten Bürokratieabbau und Prävention als Lösungen. Er kritisiert auch die Zuckersteuer, die zwar vom Kabinett verabschiedet worden ist, aber in der Unionsfraktion noch Vorbehalte aufweist.
Die Steuer auf gesüßte Getränke soll die Hersteller dazu anregen, den Zuckergehalt zu reduzieren, aber es könnte eher Haushaltslöcher gefüllt statt Steuern eingefahren werden.
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