Konjunktur: Bericht – IW sieht steigendes Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft ab 2030
Investitionen sollen der deutschen Wirtschaft langfristig mehr Schwung verleihen. Der demografische Wandel bremst jedoch das Wachstum, weil weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter sein werden.
Die deutsche Wirtschaft wird laut IW-Institut in den kommenden zehn Jahren ein deutlich höheres Wachstum verzeichnen als in der laufenden Dekade. Das Wachstumspotenzial soll sich von nur 0,3 Prozent pro Jahr in der laufenden Jahrzehnt zu 0,7 Prozent pro Jahr zwischen 2030 und 2040 beschleunigen, wie die "Rheinische Post" berichtete.
Die Forscher sehen wichtige Gründe für diesen Anstieg im digitalen Wandel und der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Diese Faktoren sollen die Produktivität und Effizienz steigern und einen Wachstumsbeitrag von durchschnittlich einem halben Prozentpunkt bieten. Darüber hinaus erwarte man einen Wachstumsbeitrag von durchschnittlich einem halben Prozentpunkt durch den erhöhten Kapitaleinsatz, der zum Teil durch den Investitionsbedarf bei der Energieinfrastruktur und dem Klimaschutz bedingt ist.
Die deutsche Regierung plant, um die privaten Investitionen zu fördern, den Investorengipfel in Berlin nächste Woche abzuhalten. Es wird jedoch vorausgesetzt, dass die seit Jahren andauernde Investitionschwäche in Deutschland überwunden werden muss. Der Wachstumsbeitrag des Arbeitskräftepotenzials wird hingegen in den kommenden fünfzehn Jahren leicht negativ sein, da das deutsche Erwerbspersonalanteil demografisch bedingt deutlich zurückgehen soll.
Bis 2040 werden lediglich noch 50,8 Millionen Personen im erwerbsfähigen Alter sein, was einem Rückgang von 7,7 Prozent oder 4,3 Millionen Personen im Vergleich zu 2025 entspricht.
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