EU-Regulierung: Nächste Schlüsseltechnologie in Chinas Fokus: Wärmepumpen-Hersteller suchen Übernahmeziele in Europa
Die Kommission will Fördergelder für Technologie aus China reduzieren – und löst damit in der Volksrepublik ernste Sorgen aus. Unternehmen loten aus, wie sie in Europa produzieren können.
Mehrere chinesische Wärmepumpenhersteller planen offenbar, ihre Fertigungskapazitäten in Europa zu erwerben oder daran teilzunehmen. Dies alarmiert die EU, da es darum geht, die Kontrolle über die nächste große Schlüsseltechnologie zu behalten und die industrielle Souveränität aufrechtzuerhalten. Branchenberater Nicholas Matten hat mit dem Handelsblatt gesprochen und sagte, dass mindestens drei chinesische Unternehmen derzeit an Wärmepumpenfabriken in der EU interessiert sind.
Paul Kenny, Generaldirektor des Europäischen Wärmepumpenverbandes, bestätigte, dass chinesische Hersteller derzeit Möglichkeiten in Betracht ziehen, selbst in Europa zu produzieren. Diese Maßnahmen könnten durch den Kauf europäischer Unternehmen oder Produktionsstätten geschehen. Die Europaparlamentarierin Anna Cavazzini warnt vor den Folgen: "Europa hat seine technologische Führungsrolle bei Solarenergie und Batterien bereits verloren und nun sind wir von den Chinesen abhängig."
Sie fordert, dass dies bei Wärmepumpen nicht geschehen darf. Ein neues EU-Industriegesetz, der "Industrial Accelerator Act" (IAA), könnte diesen Prozess beschleunigen. Der IAA zielt darauf ab, die EU in strategischen Industriebranchen zu stärken und staatliche Förderungen für klimafreundliche Technologien wie Wärmepumpen nur für Produkte mit Ursprung in der EU zu gewähren.
Einige EU-Staaten haben bereits Maßnahmen gegen chinesische Produkte ergriffen, wie z.B. Italien, das einen Deal mit dem amerikanischen Heizungsunternehmen Carrier abgewehrt hat, und Frankreich, das Wärmepumpen nur aus EU-Ländern fördert. Der chinesische Wärmepumpenverband hat Akteure aus Europa eingeladen, um Verbindungen aufzubauen und den europäischen Absatzmarkt für ihre Produkte zu ermitteln.
Dies könnte zu weiteren Übernahmen und Fusionen zwischen dem chinesischen und dem europäischen Wärmepumpensektor führen.
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