In den Philippinen boomt das Geschäft mit dem Tod: Selbst Junge sorgen bereits für ihre Beerdigung vor
Seit der Covid-Pandemie gibt es auf dem Archipel einen für Europäer eigenartigen Trend. Junge Erwachsene schliessen Versicherungen für ihre eigene Bestattung ab.
In den Philippinen erlebt der Geschäftsbereich der Tod eine florierende Phase. Selbst junge Erwachsene legen bereits Pläne für ihre eigene Beerdigung. Die Standardsarg ist ein weißes Holzgerät mit europäischem Erscheinungsbild, zusätzlich stehen jedoch auch luxuriöseere Modelle zur Verfügung, die teuerer sind. Ein Problem mit diesen Standardsärgen ist, dass viele Filipinos wegen des hohen Fast Foodverbrauchs nicht hineinpassen.
In Biñan, etwas ausserhalb der philippinischen Hauptstadt Manila, nimmt man den Tod jedoch auch mit Humor. Die Firma Forest Lake betreibt dort einen der modernsten Friedhöfe, der Memorial Park und nicht eigentlich Friedhof heißt. Neben dem Raum mit den Särgen gibt es Premium-Zimmer für die Totenwache, gekühlte und elegante Räume, in denen die Toten aufgebaut werden.
Die Räume für die Standard-Totenwache sind kleiner und befinden sich in einem mediterran anmutenden Terrakotta-Haus. Forest Lake betreibt 42 Erinnerungsparks und plant weitere, bis zu 100. Der CEO Alfred Xerez-Burgos ist Immobilienunternehmer, wie sein Vater. Das Unternehmen begann 1997 mit dem Bau privater Friedhöfe und wurde später auf das Angebot von Bestattungsplänen spezialisiert.
Der Preis für eine Bestattung kann bis zu 1500 Franken betragen, was viermal das durchschnittliche monatliche Einkommen entspricht. Junge Filipinos bereiten sich zunehmend für ihren Tod vor und 25 Prozent der Käufer sind unter 30. Forest Lake bietet auch Kremationen an, der Trend in den USA und Europa.
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