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Moral in der Wirtschaft: „Es wird viel verkündet, aber das ist oft Heuchelei“

Manager predigen Nachhaltigkeit, handeln aber kaum danach, sagt der Wirtschaftsethiker Alexander Brink – und benennt vier Faktoren, an denen sich echte Haltung erkennen lässt.

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Moral in der Wirtschaft: „Es wird viel verkündet, aber das ist oft Heuchelei“

Ein Prozent aller Deutschen haben einen Doktortitel, darunter Alexander Brink, der selbst zwei davon besitzt. Der Universitätsprofessor besagt, dass ökonomisches Kalkül und moralische Reflexion zusammengefügt werden sollten, um das Problem der Spaltung und Ungleichheit zu bewältigen. Brink ist sowohl Philosoph als auch Ökonomen, obwohl die Philosophie oft den Wirtschaftswissenschaften widerspricht.

Die Philosophie soll helfen, die Transformation in der Wirtschaft zu beschleunigen, indem sie unterschiedliche Standpunkte ausgleicht und die Vielfalt an Lebensentwürfen, Träumen und Bedürfnissen berücksichtigt. Brink glaubt, dass Menschen nicht nur rationell und selbstsüchtig handeln, und betrachtet die übergroße Vielfalt an Bedürfnissen und Träumen als ein wichtiger Aspekt in der Ökonomie.

Brink war damals skeptisch gegenüber der Idee, dass Ökonomie und Philosophie gegenseitig ergänzend sind, aber er hat seitdem erkennen können, dass es keinen echten Widerspruch zwischen beiden Disziplinen gibt. Seine Arbeit in der Pflege hat ihn diese Perspektive verändert und ihm das Bewusstsein für die Bedeutung des zwischenmenschlichen Aspekts in der Gesellschaft entstanden.

Die Ökonomie beschäftigt sich mit der optimalen Verteilung knapper Ressourcen, aber sie übersieht oft die vulnerablen Gruppen in der Gesellschaft. Entscheidungsträger in der Wirtschaft sollten eine moralische Reflexionsfähigkeit haben, um die menschlichen Aspekte nicht aus dem Blick zu verlieren. Brink fordert Top-Manager auf, ihr "Warum" in den Vordergrund zu stellen und sich auf eine Zukunft der sozialen Nachhaltigkeit vorzubereiten.

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