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Stellenabbau: So vermeiden Führungskräfte die teuersten Fehler bei der Abfindung

Freistellung, Bonus, Dienstwagen: Bei der Verhandlung zählt jedes Detail – Manager verschenken leicht einen fünf- bis sechsstelligen Betrag. Eine Checkliste und Beispielrechnungen zeigen, worauf es ankommt.

Stellenabbau: So vermeiden Führungskräfte die teuersten Fehler bei der Abfindung

Der Artikel besagt, dass Führungskräfte bei Abfindungen häufig teure Fehler machen. Ein Beispiel ist ein Marketingchef einer deutschen Versicherung, der ein Angebot über 700.000 Euro erhielt. Doch dieser Betrag ist nicht so groß, wie er scheint, da er bereits 50.000 Euro pro Jahr für seine betriebliche Altersvorsorge beiträgt. Bis zu seinem Renteneintritt im Alter von 65 Jahren wäre damit etwa 500.000 Euro hinzugekommen. Diese Ansprüche gehen nun mit dem Aufhebungsvertrag verloren.

Die Regelabfindung nach dem Kündigungsschutzgesetz beträgt ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit. Bei einem Gehalt von 8000 Euro und 15 Jahren im Unternehmen wären es also 60.000 Euro. Die im Sozialplan festgelegte Summe ist nur ein Mindestanspruch, auch wenn Arbeitgeber gerne suggerieren, dass es keine Mehrkosten geben würde.

"Die Kündigungsfrist ist im Abfindungspoker also bares Geld wert", sagt André Kasten, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Unternehmen versuchen häufig, diesen Rechenvorteil auszunutzen, indem sie nur eine Sprinterprämie anbieten. Ein solcher finanzieller Anreiz beträgt meist nur bis zu drei Bruttomonatsgehälter.

Neben der Abfindungssumme sollten auch die Nebenleistungen verhandelt werden, wie Freistellung, Verwendung des Dienstwagens, Bonus und Provisionsansprüche. Diese Entscheidungen können den größeren Teil des tatsächlichen Werts ausmachen. Der Fall eines Vertriebsleiters mit einem Bruttojahresgehalt von 300.000 Euro veranschaulicht dies: Anwalt Kasten erzielte für ihn zwölf Monate Gehaltsfortzahlung plus sechs weitere Monate in Form einer Wettbewerbsentschädigung, was insgesamt 390.000 Euro wert war.

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