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Führungskräfte: Hochqualifiziert, erfolgreich, arbeitssuchend – Vier Betroffene berichten

In der Krise finden auch Menschen, deren Karrieren bislang steil nach oben gingen, keinen Job mehr. Vier Betroffene erzählen, vor welche Herausforderungen sie das stellt.

Führungskräfte: Hochqualifiziert, erfolgreich, arbeitssuchend – Vier Betroffene berichten

Führungskräfte, hochqualifizierte Akademiker und Manager stehen in Deutschland vor einer zunehmenden Arbeitslosigkeit. Insgesamt sind seit einem Jahr 14 Prozent mehr Führungskräfte arbeitslos, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Der Arbeitsmarkt hat sich verändert, mit weniger offenen Stellen und einer wachsenden Zahl von Jobsuchenden.

Vier Personen erzählen hier ihre Erfahrungen mit der langen Jobsuche. Lukas Meier, Finanzvorstand und Vorstandsmitglied bei einem Großhandelsunternehmen mit rund 500 Beschäftigten, erwirkte ein Jahresgehalt von 400.000 Euro. Er gab jedoch sein Vorstandsvertrag auf und suchte nach Neuem. Der Prozess ist schwierig und extrem zeitintensiv. Meier ist finanziell abgesichert, aber fragt sich, was er mit seiner Zeit nach Mitt Zwanzig machen soll.

Nils Schmidt, Vorstand des Verbands für Fach- und Führungskräfte, beobachtet einen Anstieg von 2000 beratenen Personen im letzten Jahr. Die Stimmung unter den Entlassenen ist emotionale und von Trauer bis zu Wut. Viele haben ihre Arbeit aufgrund von Kündigungen oder Aufhebungsverträgen verloren, wobei viele zwischen 50 und 60 Jahren alt waren.

Franka Gruber, ehemalige IT-Führungskraft bei einem großen öffentlichen Unternehmen, ist alleinerziehende Mutter von zwei Teenagern. Nach einer Umstrukturierung verlor sie ihren Job und befindet sich jetzt im Streben nach einer neuen Stelle. Als Frau in der IT kämpft sie oft mit Vorurteilen, die ihre Kompetenz in Frage stellen. Die finanzielle Not nimmt zu, da sie nach einer guten bezahlten Stelle sucht, während ihre Kinder in der gewohnten Umgebung verwurzelt sind.

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