Generalsanierungen: Bahn saniert Strecke Berlin-Lehrte – 14 Monate Vollsperrung
Die Bahn saniert die Strecke Berlin-Lehrte und sperrt sie für 14 Monate. Was bedeutet das für Reisende und Pendler?
Deutsche Bahn startet eine umfangreiche Generalüberholung der Strecke zwischen Berlin und Lehrte bei Hannover. Die Strecke, die etwa 230 Kilometer lang ist, wird für rund 14 Monate vollständig gesperrt, um den Bau von Weichen, Gleisen und Oberleitungen zu ermöglichen. Voraussichtlich beginnt die Sperrung mit einem frühen Morgenstart und soll bis Mitte Dezember 2027 andauern.
Alle Fernzüge zwischen Berlin und Hannover werden aufgrund der Umleitung entlang von Braunschweig und Magdeburg umgeleitet. Dadurch wird die Fahrzeit zwischen den beiden Großstädten auf rund 180 Minuten verlängert, verglichen mit der ursprünglich geplanten 100 Minuten. Auch der Regionalverkehr wird stark beeinträchtigt, da viele Pendlerinnen und Pendler aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt nicht mehr per Zug, sondern nur noch über Busse reisen können.
Die Sanierung ist Teil der umfassenden Generalsanierungen der Deutschen Bahn, die die Qualität des deutschen Bahnverkehrs bis in die 2030er Jahre verbessern sollen. Die Bahn plant, die Strecke zwar vollständig digitalisiert, aber nur 6 von 25 Stellwerken entlang der Strecke werden demnach in diesem Jahr mit dem digitalen Zugleitsystem ETCS ausgestattet.
Kritik an den Sanierungsplänen kommt insbesondere von Wettbewerbern und dem Verkehrsministerium, die Bedenken hinsichtlich der Umleitung von Güterzügen und schlecht vorbereiteter Umleitungen haben.
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