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„Bittere Bilanz“ in Hobart: Walschutzgebiet im Südatlantik scheitert erneut an Blockade

Seit den 1990er Jahren wird um ein Walschutzgebiet im Südatlantik gerungen. Bei einer Fachkonferenz in Australien reicht es wieder nicht für die nötige Mehrheit. Auch die Schweiz sorgt für Kritik.

„Bittere Bilanz“ in Hobart: Walschutzgebiet im Südatlantik scheitert erneut an Blockade

Die Einrichtung eines neuen Walschutzgebiets im Südatlantik ist bei der Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Hobart, Australien, wieder gescheitert. Der von Argentinien, Brasilien und Uruguay vorgeschlagene Schutz, mehr als doppelt so groß wie die USA, konnte nur vier Stimmen mehr erhalten als nötig, um sich durchzusetzen.

Deutschland stimmte dafür, aber wichtige Unterstützer wie Finnland und Luxemburg versuchten nicht anwesend zu sein. Während die Gegner ihre Blockade aufrechterhielten, klagte Greenpeace, eine Umweltschutzorganisation, über die Blockade von Walfangnationen und ihren Verbündeten.

Die Verhandlungen an dieser Konferenz, auf der rund 300 Delegierte aus über 60 Mitgliedsstaaten teilnahmen, sollten einen historischen Erfolg beim 40. Jahrestag des Walfang-Moratoriums werden. Franziska Saalfeld, eine Meeresbiologin von Greenpeace, hob die entscheidende Bedeutung einer solchen Konferenz hervor. Stattdessen stellte die Konferenz jedoch ein "bitteres Ergebnis" dar, da der Schutz der Wale weiterhin von den gleichen Ländern behindert wird, darunter Norwegen, aber auch von der Elfenbeinküste und mehreren karibischen Staaten.

Die IWC wurde 1946 gegründet, um den industriellen Walfang zu regulieren und die Bestände zu erhalten. Trotz des seit 1985/86 bestehenden Moratoriums für den kommerziellen Walfang lassen sich Norwegen, Island und Japan jedoch weiterhin kommerziell jagen. Andere Staaten wie die Schweiz haben in diesem Jahrzehnt auch ihre Resolutionen zurückgezogen.

Greenpeace spricht von einer "bitteren Bilanz", da der globale Schutz der Wale sich weiterhin den gleichen Ländern aus dem Weg bahnt, die auch keine eigene Walfangindustrie haben.

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