Windkraft: Drohende Offshore-Krise – der nächste Stresstest für Siemens Energy
Nach einem schweren Start gilt Siemens Energy mittlerweile als Hoffnungsträger. Doch in der Windkraft droht neues Ungemach: Konzernchef Christian Bruch warnt mit deutlichen Worten.
Die Offshore-Windindustrie steht vor einer neuen Krise, die Siemens Energy, den deutschen Anbieter von Energietechnik, ebenfalls betrifft. Christian Bruch, CEO von Siemens Energy, hat diesen Problem in einem LinkedIn-Beitrag beschrieben, wo er schrieb, dass das Verzögern sowohl seinen Preis hat, als auch die Branche derzeit zahlen muss.
Fabriken warten auf Aufträge und Zulieferer reduzieren ihre Investitionen. Seit Wochen konzentriert sich die Branche auf sogenannte "Zombie-Windparks" vor der deutschen Nord- und Ostseeküste. Entwickler haben Milliardenbeträge ausgegeben, um Lizenzen für Windparkflächen im Hochsee zu erhalten, nur um nun aufgrund steigender Kosten, hohen Zinsen und der wirtschaftlichen Lage in Schwierigkeiten zu geraten.
Dies droht zu einer Kaskade von Kündigungen für Zulieferer wie Siemens Energy und Vestas zu führen. Insgesamt betrifft dies 16 Gigawatt Leistung und ein Gesamtvolumen von 50 Milliarden Euro. Um dies mit einem bekannten Vergleich zu verdeutlichen, derzeit gibt es bereits Windparks mit einer Leistung von 10,8 Gigawatt vor den deutschen Küsten, was ungefähr dem Ausstoß von zehn großen Kohlekraftwerksblöcken entspricht.
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