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Cyberbetrug: „Operation Herakles“: Behörden gelingt massiver Schlag gegen Anlagebetrüger

Deutsche und österreichische Behörden haben Tausende Rufnummern mutmaßlicher Anlagebetrüger abgeschaltet. Hinter den Nummern steckt ein internationales Geschäftsmodell.

Cyberbetrug: „Operation Herakles“: Behörden gelingt massiver Schlag gegen Anlagebetrüger

Deutsche und österreichische Behörden haben in den letzten drei Monaten im Rahmen der "Operation Herakles" insgesamt 13.888 Telefonnummern abgeschaltet, teilten am Freitag Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, das Landeskriminalamt Baden-Württemberg, die Finanzaufsicht Bafin und die Bundesnetzagentur mit. Diese Telefonnummern wurden mutmaßlich für "Cyber-Trading-Fraud" eingesetzt, also betrügerische Täuschungen durch gefälschte Handelsplattformen im Internet.

Die behaupteten betrügerischen Plattformen führten dazu, dass Vertrauenskunden teils hohe Geldsummen auf Internetplattformen investierten, die nie in Finanzmärkte investierten, sondern direkt auf ausländische Konten oder in Krypto-Wallets der organisierten Kriminalität geflossen sind. Die Investitionen wurden in der Regel zum Totalverlust.

Damit hat die Aktion "Operation Herakles" das Ziel, Deutschland für Tätergruppen, die moderne Telekommunikation nutzen, zu einem "ausgesprochen schwierigen Terrain" zu machen. Neben Rufnummern ist auch die Einbindung der Bundesnetzagentur wichtig, die Telekommunikationsunternehmen vor Ort kontrolliert hat. Diese Unternehmen mussten Rufnummern abschalten und ihre Vertriebsverfahren ändern.

Betroffene suchen die Betrüger nun auch über soziale Netzwerke, gefälschte Nachrichtenseiten und Datingportale. Die Behörden warnen vor aggressiven Werbeanzeigen von Investitionen in Kryptowährungen und WhatsApp- und Telegram-Gruppen. Mehrere Firmen erwarten geheime Dienste, um Firmenangriffe zu verhindern.

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