Konsum: Milliardengeschäft – wie Henkel dank seiner Haarsparte wächst
Das Haarsegment legt schneller zu als das übrige Konsumentengeschäft des Konzerns. Forschung und die neue Marke Olaplex sollen Henkel weiter stärken. Doch Konkurrenten ziehen mit.
Der Haarverkauf von Henkel hat in den letzten Jahren enorm zugenommen, wobei das Unternehmen sich als Marktführer in der Haarsparte positioniert. Eine mechanisch gesteuerte Bürste im Innovationszentrum von Henkel in Düsseldorf untersucht die Auswirkungen des Haars auf Shampoos und Pflegeprodukten. Der Umsatz der Haarsparte stieg im ersten Halbjahr 2026 um 4,2 Prozent, was deutlich höher ist als der Anstieg bei Wasch- und Reinigungsmitteln mit 0,7 Prozent.
Henkel erwirbt auch zwei neue Haarpflegemarken, „Olaplex“ und „Not Your Mother’s“, was den Wachstum des Unternehmens in diesem Bereich unterstreicht. Dieser Boom spiegelt sich auch im gesamten Kosmetikmarkt wider, wobei Haarpflege zu den wachstumsstärksten Beauty-Kategorien gehört. Die Gründe für dieses zunehmende Haarbewusstsein sind die Komplexität der Haarpflegeroutinen und die Individualisierung der Haarbedürfnisse.
Henkel profitiert von zwei Trends: langes Haar und die individuelle Pflege bedürftiger Haarstrukturen. Wettbewerber wie L’Oréal verzeichnen ebenfalls Wachstum in ihrem eigenen Haargeschäft. Der Konzern nutzt Technologien wie die KI-gestützte Kamera „K-Scan“ zur Analyse der Kopfhaut und des Haars, um auf diese Art und Weise das Wachstum weiter voranzutreiben.
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