Sparen: Vier Prozent und mehr – haben die Tagesgeld-Zinsen ihren Höhepunkt erreicht?
Ein scharfer Wettbewerb und die Zinserhöhung der EZB treiben die Zinsen auf Tagesgeldkonten in die Höhe. Was Fachleute nun raten und wie hoch der Zins mindestens sein muss.
Zinsen für Tagesgeldkonten haben derzeit ihren Höhepunkt erreicht, nachdem die Onlinebank Chase im Mai mit 4% Zinssatz angefangen hat. Derzeit profitieren von diesem Wettbewerb sechs Banken und Broker, die ein tägliches Sparkonto mit 4% und mehr Zinsen anbieten. Acht weitere Geldhäuser versprechen 3,5% und mehr. Ania Scholz Orfanidis, Leiterin der Zinsvergleiche bei der FMH-Finanzberatung, erklärt, dass der Wettbewerb durch Inflation und Unternehmenszuwächse zu diesen hohen Angeboten geführt hat.
"Junge Banken und Broker locken neue Kunden mit hohen Tagesgeldzinsen an, etablierte Geldhäuser müssen in dieser Situation nachziehen." Dennoch ist Oliver Maier sicher, dass der Wettbewerb bei Tagesgeldern dennoch anhalten wird. Die Europäische Zentralbank könnte im Herbst eine weitere Zinserhöhung ankündigen, aber dies wird die Tagesgeldzinsen nicht unbedingt erhöhen.
Inflation bleibt ein wichtiger Faktor. Für Sparer sollte der Fokus auf der Inflationsrate liegen und sie sollten auf die Zinsgarantien achten. Je höher die Zinsen sind, desto länger garantieren die Banken das hohe Zins.
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