Sorge um die Finanzstabilität: Die Staatsverschuldung steigt rund um den Globus
Ein Weltschuldencrash in naher Zukunft ist unwahrscheinlich, doch an den Finanzmärkten wächst die Sorge. Die Bürger bekommen die Folgen auch ohne ganz große Krise zu spüren.
Die Staatsverschuldung nimmt weltweit ständig zu, was zu erheblichen Besorgnissen in der Finanzwelt führt. Die USA stoßen mit ihrer raschen Anhebung der Schulden den größten Anstoß, die im August die 40 Milliarden Dollar-Marke überschritten hat. Seit 2007 hat sich die US-Staatsverschuldung von 22,5 Billionen auf 40 Billionen Dollar verdreifacht und wird 2025 voraussichtlich 61 Billionen Dollar erreichen. Das bedeutet, dass die amerikanische Schuldenlast täglich um über sechs Milliarden Dollar zunimmt.
In Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich die US-Verschuldung seit 2016 von 19 auf 32 Billionen Dollar erhöht, was dazu beigetragen hat, dass sich die Quote nur von 107 auf 124 Prozent erhöht hat. Doch auch andere Länder sind in dieser Hinsicht alarmierend hoch verschuldet. Japan steht mit einer Schuldenquote von über 200 Prozent weltweit an der Spitze, gefolgt von Frankreich und Deutschland.
Auch China hat einen dramatischen Anstieg der Staatsverschuldung verzeichnet, der im Vergleich zum Wirtschaftswachstum extrem hoch ist.
Die Frage, wie gefährlich dieser Trend ist, lässt sich nicht einfach beantworten, da es keine festen Grenzwerte gibt, die anzeigen würden, wann Verschuldung problematisch wird. Japan zeigt damit, dass auch eine Schuldenquote von 200 Prozent über Jahre hinweg lebensfähig sein kann. Allerdings besteht das Risiko, dass die weltweite Investitionsgier in US-Anleihen ein Ende hat, sollte das Vertrauen in die USA nachlassen.
Die Folgen könnten sich in höheren Zinszahlungen für Regierungen niederschlagen und die Ressourcen für Investitionen, Wohnungsbau und Sozialleistungen reduzieren.
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