Die Migros tüftelt an der Revolution: Werden die zehn Regionalgenossenschaften abgeschafft?
Die Migros ist zu wenig effizient. Im Hintergrund wird deshalb eine neue Organisation geplant. Nicht weniger als das Erbe von Unternehmensgründer Gottlieb Duttweiler könnte geopfert werden.
Die Migros ist auf der Suche nach einer neuen Organisation, um ihre Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Im Zentrum des Interesses stehen die zehn regionalen Genossenschaften, die das Unternehmen geografisch schichten und seit 1941 Teil davon sind. Diese Genossenschaften besitzen anteilsmässig den zentralen Migros-Genossenschafts-Bund in Zürich.
Ursprünglich geschaffen, um starke Regionen und eine schwache Zentrale nachzuahmen, wie der Schweizer Föderalismus, könnten diese Genossenschaften nun ein großes Hindernis für eine Reform darstellen. Die Migros hat bereits im Herbst letzten Jahres eine Geschäftsstrategie «Vision 2035» verabschiedet, in der sie Effizienz und Vereinfachung anstrebt.
Die Diskussion um eine Reduktion von zehn auf drei oder gar eine Einheitsgenossenschaft ist streng geheim, da sie von einem starken Risiko betroffen ist. Die Urabstimmung in den Genossenschaften, die Vorschriften des Migros-Statuts vorschreibt, könnte den Prozess behindern, da eine Mehrheit von weniger als zwei Dritteln für wesentliche Entscheidungen erforderlich ist.
Die Migros-Manager müssen nun entscheiden, ob sie die Reform ohne Urabstimmungen durchsetzen können, was die traditionbewusste Genossenschafts-Beschäftigte möglicherweise zu widerwilligen Hörern machen könnte.
Written by urgent.news from NZZ Wirtschaft's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.