Abfindung: Wie Sie das Maximum aus Ihrem Jobverlust rausholen
Wer vorschnell eine vermeintlich hohe Abfindung annimmt, dem kann viel Geld entgehen. Denn gerade Führungskräfte haben oft deutlich lukrativere Optionen.
Deutsche Unternehmen bauen derzeit massive Personalabbauaktionen durch und locken Mitarbeiter mithilfe von sechsstelligen Abfindungen. Doch sind diese Abfindungen immer der beste Deal? Arbeitsrechtsanwälte Christoph Abeln und André Kasten beraten hochrangige Manager und weisen darauf hin, dass Abfindungen oft nicht optimal sind.
Psychologischer Druck und Zeitdruck sind häufige Taktiken, die Unternehmen einsetzen, um Manager zu überzeugen. Es ist wichtig, dass Manager ihre gesamte Vermögenslage berücksichtigen, nicht nur die Abfindung. Steuerliche Auswirkungen und das Verlust von Vermögenswerten wie Aktienoptionen, Bonusansprüchen oder Pensionsleistungen können die Abfindungskosten erhöhen.
Eine mehrstufige Übergangsvergütung kann lukrativer sein als eine Einmalzahlung. Zunächst wird das volle Gehalt bis zum Vertragsende weitergezahlt und Zusatzleistungen bleiben erhalten. Danach folgt eine Übergangsphase, die bis zu 18 Monate dauert. Diese Phase bietet steuerliche Vorteile und verhindert Versorgungslücken. Außerdem sind verdeckte Werte wie Boni, Aktienoptionen und Pensionszusagen bei einer Trennung oft gefährdet.
Manager sollten diese im Aufhebungsvertrag ausdrücklich berücksichtigen und verhandeln, um deren Wert sicherzustellen.
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