Abfindung: Wie Sie das Maximum aus Ihrem Jobverlust rausholen
Wer vorschnell eine vermeintlich hohe Abfindung annimmt, dem kann viel Geld entgehen. Denn gerade Führungskräfte haben oft deutlich lukrativere Optionen.
Bayer, Mercedes und Volkswagen – deutsche Unternehmen schneiden derzeit massive Personalabbau durch. Teilweise bieten sie Mitarbeiter Abfindungen in sechsstelligen Höhe an. Solche Geldbeträge gleiten schnell verlockend ab. Doch wer sich zu schnell verpflichtet, verpasst oft Geld. Insbesondere verlieren hochrangige Manager meist bessere Optionen als eine hohe einmalige Zahlung.
Abeln und Kasten sind auf die Vertretung von hochrangigen Managern spezialisiert und wissen, welche Tricks Unternehmen benutzen. "Psychologischer Druck, zeitlicher Druck, scheinbare Fürsorge oder verdeckte Drohungen sind gängige Taktiken", sagt Abeln. Führungskräfte sollten sich nicht beeinflussen lassen und kein Angebot einfach annehmen, selbst wenn die Summe hoch erscheint.
Eine vorschnelle Unterschrift unter einem Aufhebungsvertrag kann Millionen kosten. Die Abfindung ist steuerpflichtig, wobei ein Teil der Abfindung ans Finanzamt geht. Beispielsweise hätte ein 55-jähriger Manager, dem 700.000 Euro Abfindung angeboten wurden, nach Steuern nur rund 360.000 Euro behalten. Er hätte außerdem seine betriebliche Altersversorgung verloren, die jährlich 50.000 Euro betrug.
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