Genossenschaftsbanken: Rettung in Rekordhöhe: Volksbank Brawo muss mit bis zu 720 Millionen Euro gestützt werden
Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg benötigt mehr Geld als alle anderen geretteten Filialbanken. Der Branchenverband BVR steigt sogar als Anteilseigner ein.
Die Volksbank Brawo wurde als größte bekannte Unterstützungsfall einer lokalen Genossenschaftsbank identifiziert. Die Bank in Braunschweig-Wolfsburg erhält 473 Millionen Euro an Garantien und kann bis zu 250 Millionen Euro an Brawo anlegen. Vorstandschef Lars Berkefeld sprach über hohe Wertschwankungen bei Krediten, Wertpapielen, Beteiligungen und Immobilien, wobei die Immobilien einhundertprozentig betroffen waren.
Das vorläufige Ergebnis mit den Abwertungen hätte einen Verlust von 608 Millionen Euro verursacht. Um das Finanzloch zu schließen und das Eigenkapital über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu halten, sind bis zu 720 Millionen Euro notwendig, wie Berkefeld erklärte. Das bisherige Geschäftsmodell und die Strategie müssen grundlegend überarbeitet werden.
Die Kosten sind seit Jahren über dem Durchschnitt der vergleichbaren Volksbanken gestiegen. Die Genossenschaftsbanken unterstützen miteinander und damit auch die Kundeneinlagen. Sechs Institute benötigten in den letzten Tagen Hilfe aus der BVR-Sicherungseinrichtung, was die Retter-Fälle auf fast zwei Milliarden Euro summiert.
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