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Flüchtlingsstatistik: Weniger Asylanträge - Höhere Schutzquote

Warum erhalten immer mehr der Menschen, die Asyl beantragen, einen Schutzstatus? Warum ist dabei ein EuGH-Urteil wichtig? Wenig Bedeutung entfaltet dagegen eine neue Regelung im Strafrecht.

Flüchtlingsstatistik: Weniger Asylanträge - Höhere Schutzquote

Der Anstieg der Asylquoten in Deutschland hat in den ersten Halbjahren des Jahres 2026 zugenommen, während die Zahl neuer Asylanträge gesunken ist. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) berichtete, dass die bereinigte Schutzquote 47,4 Prozent betrug, verglichen mit 37,5 Prozent im Jahr 2025. Ein wesentlicher Faktor für diesen Anstieg ist der Familienzusammenhalt, wobei in 21.195 Fällen Schutzstatus gewährt wurde, was 45,6 Prozent der positiven Entscheidungen ausmachte.

Afghanistan war das wichtigste Herkunftsland, mit einer bereinigten Schutzquote von 89,3 Prozent. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus Oktober 2024 hat ebenfalls einen Einfluss, da es festgelegt hat, dass Frauen aus dem von den Taliban regierten Afghanistan Schutzanspruch haben. Trotz der neuen Regelung gibt es nur drei Einzelpiele wegen falscher Angaben, die hauptsächlich von Frauen gestellt wurden.

Die Erstantragsteller sinken erheblich, wobei nur 39.646 Asyntragstellungen im ersten Halbjahr stattfanden, verglichen mit 72.818 im Vorjahreszeitraum. 61,3 Prozent der Antragsteller hatten keine Passes oder Personalausweise.

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