Berlin statt Bülach, Dubai statt Dübendorf, Mumbai statt Männedorf: Die unheimliche Expansion der Staatsbank ZKB
Die Zürcher Kantonalbank erobert die Welt – und stösst an die Grenzen ihres gesetzlichen Auftrags. Die Politik ist alarmiert. Die Finma schaut der stark wachsenden Bank vermehrt auf die Finger.
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) erweitert ihre Präsenz weltweit, was die Politik und Finanstlichen Instanz Finma alarmiert. Beispiele für die Expansion sind Sendungen von Frachten von Schiffe, die auf dem anderen Ende der Welt ankommen und in dieser Zeit viele Risiken bewältigen müssen. Diese Risiken treffen auch auf Rohstoffhandelsgeschäfte zu, bei denen Banken riesige Geldbeträge an Liquidität blockieren und umfangreiches Know-how benötigen, um Risiken einzuschätzen.
Ein Beispiel für eine solche Kreditvergabe ist der Fall Radiant World, ein Singapur-Unternehmen mit indischen Eigentümern, von dem behauptet wird, dass die ZKB ihnen Kredite gewährt hat. Die ZKB hält eine Zusammenarbeit mit Radiant World für plausibel, in der sie Metalle handeln. Im Jahr 2024 beispielsweise finanzierte die Bank einen Kredit von 185 Millionen Dollar für die amerikanische Gerald Group, ein großes Rohstoffhandelsunternehmen, das sich auf Metalle spezialisiert.
Die ZKB teilt jedoch, dass die Geschäfte dieses Unternehmens nicht vollständig mitfinanziert wurden. Die Bilanz der ZKB zeigt ungefähr 667 Millionen Franken an ungedeckten Rohstoffhandelskrediten bis Ende 2025, was ungefähr 0,32 Prozent der Bilanzsumme ausmacht. Die Geschäftsaktivitäten der ZKB erregen jedoch Aufsehen, da sie die Risiken der Bank erhöhen und damit nicht mit ihrem gesetzlichen Auftrag als Staatsbank übereinstimmen.
Darüber hinaus erweitert die ZKB ihr Auslandsengagement, wobei sie in Deutschland und Monaco Kunden betreuen.
Written by urgent.news from NZZ Wirtschaft's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.