Klima und Luft: Hitzewellen und Brände verschärfen Luftverschmutzung
Toxischer Rauch, steigende Ozonwerte: Hitzewellen und Brände sind ein Problem für die Luftqualität – auch fern der Brandherde.
Die Weltwetterorganisation (WMO) meldet, dass Hitzewellen und Waldbrände den Kampf gegen Luftverschmutzung, auch in Europa, erschweren. Höhere Temperaturen trugen nicht nur zu extremen Bränden bei, deren toxischer Rauch schädliche Feinpartikel enthält, sondern förderten auch die Bildung von bodennahem Ozon. Dieses Reizgas schadet Atemwegen, Landwirtschaft und Ökosystemen.
Der jährliche Bericht der WMO zur Klima- und Luftqualität, veröffentlicht am internationalen Tag der sauberen Luft, zeigt einen dreifachen Anstieg extremer Brandereignisse seit den 1990er Jahren. Diese Zunahme hat schätzungsweise zwischen 2010 und 2018 fast 100.000 zusätzliche Todesfälle verursacht. Feinstaub (PM2,5) aus Bränden verschärft die Belastung durch Luftverschmutzung.
Diese winzigen Partikel können tief in die Lunge und den Blutkreislauf eindringen, was das Risiko für Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfälle und Lungenembolien erhöht. Zusätzlich führt hohe Temperaturen, stabile Wetterlagen und intensive Sonneneinstrahlung während Hitzewellen zu einem Anstieg von Ozonwerten in der Nähe des Bodens.
Langfristige Ozonbelastung wird mit einer höheren Sterblichkeit durch Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht, was möglicherweise zu zehntausenden zusätzlichen vorzeitigen Todesfällen führt.
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