Versorgung: Krankenkassen mit Halbjahres-Plus - „Keine Entwarnung“
Bald greift ein Spargesetz, das immer höhere Gesundheitsausgaben unter Kontrolle bringen soll. Dabei schreiben die Kassen aktuell schwarze Zahlen. Doch das hat besondere Gründe.
Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Halbjahr einen Pluspunkt erzielt, aber die Ausgaben steigen weiterhin rapide. Noch am 6. Monat des Jahres war ein Überschuss von 2,6 Milliarden Euro auf dem Bankkonto der Bundesgesundheitsministerium in Berlin bekannt gegeben worden. Dieser Überschuss sei jedoch auf höhere Beiträge zum Jahresbeginn zurückzuführen und richtet sich hauptsächlich zur Aufrechterhaltung von Reserven.
Die Reserven nunmehr auf 7,5 Milliarden Euro erreichten ein Niveau von 0,2 Monatsausgaben, das die Gesamtkassen vereinbar halten. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) stellte sicher, dass die ersten Halbjahresergebnisse für die Entwarnung keine Rechenschaftspflicht bieten. "Die Ausgabenzunahme übersteigt nachhaltig die Einnahmewachstumsrate.
Dieser Trend muss gestoppt werden, um die Spirale der Beitragssätze zu stoppen", so Linnemann. Die rot-grüne Koalition hat bereits ein Spargesetz durchgesetzt, das Ausgabenkürzungen bei Praxen, Kliniken und Apotheken sowie eventuell höhere Zuzahlungen für Medikamente für die Patienten vorsieht.
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